Born to be wild.

Dem Mythos Harley-Davidson ist kein weiteres Wort hinzuzufügen. Wer den Film „Easy Rider“ gesehen hat, weiß, wovon die Rede ist. Dieser Mythos ist ein Gefühl, ein Lebensgefühl. Und über Gefühle können echt harte Männer sowieso schwer reden. Wer in dieses Lebensgefühl mal geballt reinfühlen will, ist auf den Harley-Days in Hamburg bestens aufgehoben. Dieses Jahr vom 24.06.-26.06.2011.

All Bikers welcome. Die rauhen Kerle sind mitnichten so rauh, wie man es ihnen gemeinhin nachsagt. Auch der schmalbrüstige Philosophiestudent darf auf seiner klapprigen Vespa mitfahren, wenn die Ledernacken am Sonntag im Konvoi ausreiten. Es herrscht allgemein eine wohlwollende Offenheit gegenüber anderen Zweirad fahrenden Verkehrsteilnehmern.

Foto: filedump/Flickr.com

Leider wird es in diesem Jahr keine eigene Parade der Harleys geben. Das tut dem Event an sich keinen Abbruch. Die Organisatoren haben zum achten Mal ein PS-starkes, internationales und hochkarätiges Programm auf die Beine gestellt. So wird das Spektakel von keinem Geringerem als Chris Thompson, Ex-Frontmann der Manfred Mann’s Earth Band, beehrt. Die 500.000 erwarteten Besucher und 60.000 Bikes werden auf dem Gelände des Großmarktes vor einer angemessenen Kulisse empfangen. Ihnen bietet sich hier nicht nur ein grandioser Blick auf die Hansestadt und Ihr Wahrzeichen, den Michel. Der Ort ist auch verkehrsgünstig und zentrumsnah gelegen. Mit dem Harley-Village entsteht hier die längste Mainstreet, die das Event jemals hatte. Über 100 Anbieter präsentieren ihre Produkte rund um das schönste Hobby der Welt. Hier wird auch das Exhibition-Zelt stehen, in dem man die Welt der V-Twins bestaunen kann. Nationale und internationale Customizer werden ihre Umbauten zeigen. Von hier aus starten auch all diejenigen, die einen Motorradführerschein besitzen und eine kostenlose Probefahrt auf einer eindrucksvollen Harley wagen wollen. Die eigentlichen Stars der Mega-Fete sind jedoch die 10.000 chromblitzenden Bikes „Made in Milwaukee“ – jedes ein Unikat, mit viel Liebe zum Detail umgebaut und veredelt.

Wer nach der Probefahrt auf einer Harley Feuer gefangen hat, muss den Feuerstuhl nicht unbedingt gleich kaufen. Für die gelegentliche Ausfahrt reicht es vorerst, eine Harley zu mieten. Mit einer gemieteten Harley kann man dann auch angemessen an dem gewaltigen Motorradkonvoi teilnehmen, der am 26.06. ab 14:00h in Richtung Kaltenkirchen aufbricht.

Vorher sollte man mal amtlich über den Kiez donnern. Denn auch die sündige Meile wird mit weiteren Eventlocations locken, in denen mächtig die Post abgeht. Und wer nach drei Tagen Harley-Days wieder auf seinem Bike sitzt und in die Heimat fährt, der weiß, dass der Mythos Harley Davidson nie aufhört. Es ist eine Leidenschaft. Es ist wie Sex. Nur länger.

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